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Welcome to my world

Wohl! Wie oft habe ich dieses Wort eigentlich schon verwendet? “Das ist eine gute Frage”! Ich meine hierbei übrgigens nicht die Frage nach dem Wohl in Form von “Wohl an” oder…, sondern als Ausruf. Als Zeichen. WOHL! In Form von So ist es oder So sei es! Dieses Wohl meine ich. Verstehen Sie mich? Wir wünschen uns oft, besonders zu sein. Das hängt mit unserem unbändigen Willen nach Sinn zusammen. Sinn und Exstenz. Also Sinn für Existenz. Denn für irgendwas muss das alles doch irgendwie mit einem großen Plan zusammen hängen, oder etwa nicht? Am Ende muss diese ganze Schwierigkeit im Leben, all diese Tiefen, die müssen doch eigentlich irgendwann und irgendwie, irgendwo 1, und wenn es nur ein Parallel-Universum ist, also… da muss das alles doch Sinn machen, oder?

Ja! Das wünsche mir.

I want you to notice
When I’m not around
You’re so fuckin’ special
I wish I was special

Ich wünschte ich wäre besonders! Diese Quintessenz… ziemlich ernüchternd. Nicht nur Radiohead sind damit umgegangen und haben eines der besten Lieder aller Zeiten geschrieben, nein, auch wir gehen damit um. Jeden Tag! Und es wird nicht leichter. Nein, das wird es ganz gewiss nicht. Oder vielleicht doch? Ist es vielleicht so, dass wir immer weniger Energie in unserem fortschreitenden Leben auf solche Fragen verwenden müssen und es zum Ende hin womöglich leichter wird?

Ob man eine Routine entwickelt? Eine Routine, damit umzugehen?

“Womit eigentlicht? Na mit Weltschmerz, man! Das ist doch klar?”

Also… das kommt ganz darauf an. Welchen Weltschmerz hättens denn gern? Den mit Liebe? Den mit Verantwortung? Oder …

Es gibt da dieses dahingerotzte Lied von Tocotronic. Und wahrscheinlich würde mich die Band lynchen wenn ich einfach so schreibe, dass dieses Lied “dahin gerotzt sei”. Wahrscheinlich ist es das auch nicht. Ganz gewiss ist es das nicht. Vielmehr verkörpert es viel mehr! Eins ist sicher… es ist für mich der Inbegriff der Overblächlichkeit einer Gesellschaft, die sich bis auf das Wetter keine Wahrheit mehr erzählt. Zu sagen hat. Die auf eine Frage nach dem befinden ausweicht… und am Ende beim Wetter landet.

“Wie geht es dir?” “Muss ja, aber das Wetter ist gut, ne?”


Artikelbild: Photo by Quino Al on Unsplash.


Fußnoten:

  1. Nein! Nicht Nena! 




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