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Immer wenn ich melancholisch bin…

… und melancholisch bin ich ziemlich oft :-) Dann höre ich das Lied Sukiyaki von Kyu Sakamoto an. Und wisst ihr was? Ich kann dann jedes mal, in jedem Jahr in dem ich das Lied wieder mal neu entdecke, es nicht nur einmal hören, wie jeder andere normale Mensch auch. Nein! Ich höre es dann gleich bis zu sieben mal am Stück. Weil ich mich auf die Melodie konzentriere. Nein, so einfach ist das gar nicht. Ich weiß nicht warum das so ist. Eigentlich plätschert das Lied auch nur so vor sich hin. Was eigentlich gar keine besonders freudliche Aussage ist, wenn etwas einfach nur so vor sich hin plätschert.

Aber hier ist es so. Und ich höre es gerade zum fünften Mal. Und ich begebe mich dann auf eine Reise. Eine Reise in eine melancholische Entfernung der 60er Jahre, die ich gar nicht kenne und richtig greifen kann, die ich mir aber ausmale, genau so wie es mir manchmal mit der kühlen Elektrik der 80er Jahre auch passiert. Und dann denke ich mir, dass er schon ewig tot ist. Der Kyu. Abgestürzt mit einem Flugzeug. So ein profaner Tod. Dabei ist tot ja niemals profan. Ach, was rede ich? Das Lied sollte nicht gecovert werden. Es klingt im Original einfach schon zu gut, da bedarf es keiner weiterer Interpretationen, meine ich. 1

Was meinen denn andere? Übrigens der Titel. 2

Ich habe bereits im Jahr 2016 darüber geschrieben. Schon damals hat mich der kitschige Inhalt erfreut. Aber nur, wenn ich melancholisch bin. Ansonsten ist mir das alles viel zu kitschig. Wirklich. Aber jetzt, da gefällt es mir gerade wieder. So ist das mit wiederkehrenden Dingen die man eigentlich sogar ausblenden kann… bis sie einem wieder in den Sinn kommen. Verrückt.

Es. Bleibt. Verrückt.

Artikelbild: Was für ein unglaubliches Artikelbild! Photo by Osman Rana on Unsplash.


Fußnoten:

  1. Leider gibt es dutzende Cover dieses Songs, selbst von japanischen Englisch-Sängerinnen. Sehr zu meinem Leidwesen. :-) Just kidding 

  2. Frei nach dem Farin Urlaub Song “Sumisu” 




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